Painting

Essay - Eva Wingelmayer oder über die Grausamkeit in der Kunst von Gila Prast

Der unerhebliche Abstand zwischen dem Grausamen und dem Erschaffenen spielt hier keine Rolle, zur Freude eines jeglichen werden die Gutmütigen mit einem Satz überbrückt. Der Nervenkrieg ist von einer besonderen Spiegelfechterei gewesen, so weit das Auge reicht, lassen sich Tölpel nieder. Was nun Eva Wingelmayers Schachzug auszeichnet, sind nicht diese wunderlichen Betriebsamkeiten irregeleiteter Forschungen des Gehirns, sondern der Ägypter, den, den Fortuna verloren hat, kümmert sich um die Genesenen oder der Krug mit dem Winter hält Einstand in den Schauplätzen der Welt. Nebenher betrachtet werden die Rosen grün. So unendlich grün, dass ein nicht auszusprechendes Verbot den Frieden des Landes wieder herzustellen vermochte. Der Beiname verhält sich stumm.

Wingelmayers attributive Dynamik stellt jeglichen Archivar in den Schatten. Hunde und Könige sind da wesentlich das einmalige Alphabet. Sie rufen sich zusammen und singen dann meistens Vademecum. Der Oberbürgermeister und der tonangebende Eklat werden dem Zubehör gerecht. Der Journalismus ist gut. Bald werden die Beeren des Waldes im Gebück die Form verändert haben, es sei denn die Darbietung klebt bei Mondschein den Flügel über die ihm arglos zugewendeten Wurzeln.

Nichtsdestoweniger ist Wingelmayer bei der Sache, sie schultert durchweg komplett die Gewehre und lässt die Ziele offen vorbeimarschieren in den bodenlosen Himmel, dort nämlich wandern die Weihnachtswaisen zum Besten der schönen Berge. Überhaupt nehmen die Ungetroffenen zu, dieser sich anzunehmen ist Wingelmayers erste Pflicht. Der Körper eines sittlichen Gemäldes, mehr oder weniger in der Mitleidenschaft erzogen, verheert natürlich das landesübliche Kolorit, der griechische Traum übersetzt den Fahrer in die sanfte und gewogene Ackerbaufreundlichkeit, die, weil sie wirklich ihre Gedanken woanders hat, eine Untergrundbahn in der Nähe des Tempels zum Einsturz gebracht haben sollte.

Eva Wingelmayer jedoch, unsere tapfere Kosmonautin, schleicht nicht im All umher hinter einer verregneten Autowaschanlage, weder bedächtig noch langsam, sie plant volljährig im Sinn und in der gewitzten Verständigung mit dem Imperium, in welchem das Tier und die Pflanzen im Hingerissenem bestehen, generell habe das Nachsetzen das Wetterleuchten beherzt. Deswegen lügt sie nicht. Sie lügt nirgends irgendwo hin, sie wählt auch nicht aus. Sie stutzt bloß.

Und das ist nun in der Tat immens.

Gila Prast

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